Der Branding Blog von WOLF
Branding, Corporate Identity, Corporate Design, Markenstrategie oder Interactive Branding: Alles schöne Worte, die wir hier zum Leben erwecken und zur Diskussion stellen wollen. Kommentare erwünscht!
WOLF im Fokus
26.01.2012 18:49 - Christopher Opitz

Regelmäßig stellt das Markenlexikon.com, das größte Markenportal im deutschsprachigen Raum, Branding-Agenturen vor. Aktuell sind wir im Porträt. Unter dem Titel „WOLF – Strategie und Design für Marken“ gibt es einen Einblick in unsere Kompetenzen und unsere Arbeitsweise. Den vollständigen Beitrag gibt es hier.
Beinahe zeitgleich hat die österreichische Expertenplattform für Markenführung und Markenstrategie marke.at unser Themenpapier zu Generation Branding® gefeatured. In der Kategorie Markenwissen gibt es neben dem Downloadlink eine schöne Zusammenfassung der Redaktion.
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23. Social Media Club Berlin
20.01.2012 19:10 - Joy Belgassem

Beim 23. Social Media Club Berlin diskutierten diese Woche Ramzi Rizk (EyeEM), Christian Golecki (BILD digital), Stefan Zilch (madvertise) und Holger Spielberg (PayPal) zum Thema “2012 ist das Mobile Jahr – mal wieder…”. Der Trend Mobile wurde seit Einführung des iPhones 2007 kontinuierlich proklamiert, wie Malte Prien (SinnerSchrader) zu Beginn der Veranstaltung erläuterte. Dank breiter Geräteabdeckung, technologischer Infrastruktur und zahlreichen Anwendungen wird sich dieser jedoch erst 2012 vollkommen etablieren. Am Rande ein paar Zahlen aus dem vergangenen Jahr: Im Sommer 2011 besaßen laut Bitkom etwa 20 Millionen Deutsche ein Smartphone, im Dezember 2011 berichtete die New York Times über den Launch der einmillionsten mobilen App – Tendenz beider Dimensionen steigend. Fokus des Abends war die Nutzung mobiler Endgeräte, insbesondere von Smartphones. Die Essenz: Die wichtigsten mobilen Funktionen werden von vielen Unternehmen aktuell noch nicht genutzt oder gar erkannt, obwohl sie Katalysatoren für Innovation sein könnten. Das liegt zum einen an der strukturellen Trägheit von Unternehmen, andererseits an fehlenden Visionen für Nutzungsszenarien. Werden beispielsweise über QR-Codes nur Produktinformationen angezeigt, fehlt dem Nutzer unter Umständen der Mehrwert und die Motivation für eine erneute Nutzung. Jedes Gerät benötigt ein individuelles Nutzungsszenario. Dazu gehört auch, sich Gedanken zur Relevanz des jeweiligen Bildschirms in bestimmten Situationen zu machen. Das Smartphone hat für Nutzer durch Besitz und Interaktion an sich einen höheren Stellenwert als beispielsweise ein Werbescreen. Das iPad lässt das TV-Gerät in Werbepausen zur Hintergrundberieselung werden, beim Check-In am Flughafen ist jedoch das Smartphone Trumpf. Zum Schluss durfte jeder der Podiumsteilnehmer einen Appell an das Mobile Jahr artikulieren: Mehr mobil optimierte Webauftritte! Marketingabteilungen in Konzernen müssen umdenken – raus aus den Schubladen, hin zu konvergierenden Kategorien! Mobile ausprobieren! Mobile ist etwas anderes als online!
Bildquelle: http://mashable.com/2011/10/13/millenials-mobile-infographic/
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15. Zürcher Wirtschaftsforum
19.01.2012 15:27 - Sandra Wolf

Am Montag fand das 15. Zürcher Wirtschaftsforum der
ZfU in Zürich statt. Der Überschrift „Querdenker, Brückenbauer, Grenzgänger“ wurde mit ungewöhnlichen Rednern begegnet: vom Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff über den Sozialhelden Raul Krauthausen bis hin zu Nicht-Schulgänger André Stern und der Wolfs-Forscherin Gudrun Pflüger. Für mich hatte die Veranstaltung ein anderes Leitmotiv: Alle Redner proklamierten ein Mehr an Intuition und das Öffnen des eigenen Blickwinkels. Besonders beeindruckend zeigten diese Erkenntnis Prof. Dr. Armin Nassehi, Soziologe an der LMU in München und Prof. Dr. Christian Blümelhuber, Marketingprofessor in Brüssel, auf. Während Nassehi darstellte, wie neue Eliten aussehen sollten, um Krisensituationen zu begegnen (Blick öffnen, andere Meinungen zulassen, Perspektiven wechseln), zeigte Blümelhuber wie Glück Strategie ersetzen (oder bereichern) kann, wenn man Gebrauch von seiner Intuition und seinen Möglichkeiten macht. Er fordert mehr Mut zum Risiko, mehr Eleganz, mehr Spielerei und Leichtigkeit bei aller Zukunftsplanerei. Parallelen dazu finden sich in unserem Agentur-Manifesto, in dem auch wir auffordern, sich bei strategischen Aufgabenstellungen mehr auf die Intuition zu verlassen. Blümelhuber ist ein Wilder, der Schluss macht mit den alten Regeln des Marketings, der Kotler & Co. den Kampf ansagt, weil es endlich neue Wege gibt. Das gefällt mir. Unbedingt lesenswert sein neues Buch „Ausweitung der Konsumzone“ oder auch Nassehis „Mit dem Taxi durch die Gesellschaft“.
Bildquelle:
http://www.slideshare.net/bluemelhuber/der-marketing-code-wie-marketing-unser-leben-beeinflussr
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Goodbye Maybach
22.12.2011 10:20 - Joy Belgassem

Anfang Dezember wurde es verkündet: Die Reanimation von Maybach
ist fehl geschlagen. Stattdessen steigt Mercedes-Benz vom Luxus-Segment in das Top-Luxus-Segment auf. Auf der Unternehmenswebsite formuliert man die Entwicklung folgendermaßen:
„Liebe Freunde der Marke Maybach,
bestimmt haben Sie es schon erfahren: Daimler hat beschlossen, das Produktangebot der Marke Mercedes-Benz in das Top-Luxussegment zu erweitern und in diesem Segment mit Mercedes-Benz anzugreifen und nicht mehr mit der Marke Maybach.
Dies ist keine Entscheidung gegen die Marke Maybach, sondern eine für unsere Kernmarke Mercedes-Benz – und damit die Entscheidung für die erfolgversprechendere von zwei guten Alternativen.
Die Marke Maybach wurde nach 60-jähriger Abwesenheit in 2002 wieder ins Leben gerufen und hat seitdem beachtliche Erfolge im Top-Luxussegment erzielen können. Insgesamt wurden über 3.000 Fahrzeuge der Marke Maybach auf Kundenwunsch produziert.
Der Auslauf erfolgt im Jahr 2013, wenn die neue Mercedes-Benz S-Klasse vorgestellt wird.“
Ab dann oder auch schon ab sofort gibt es für alle Maybach-Nostalgiker bei Coledampf’s & Companies zumindest eine Devotionalie für den Haushalt. Wie mir einer der Verkäufer beim Begutachten einer dreifach-beschichteten Kuchenform erklärte, sei diese aus dem gleichen Material gefertigt, das auch für den Innenausbau von Maybachs verwendet wird. Beziehungsweise wurde.
Bildquelle: www.maybach-manufaktur.com/de
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6. Markenkonferenz B2B in Würzburg
06.12.2011 12:05 - Sandra Wolf

Gekonnt hat Dr. Karsten Kilian, Gründer von Markenlexikon.com, die 6. Markenkonferenz B2B
in Würzburg geplant, organisiert und moderiert. Im Mittelpunkt stand das Thema Markenwerte, das für uns und den Ansatz unserer Arbeit besonders interessant war. Beeindruckt hat sowohl die Mischung der Redner als auch die der Teilnehmer: Vertreter von Unternehmen, aus Forschung & Lehre sowie Agenturen und Berater in ausgewogener, hochkarätiger Besetzung. Während ich bei den Unternehmenspräsentationen von Still, Hartmann oder MAN Truck & Bus genau hingehört habe, wie Markenwerte dort verankert werden, hat mich am Ende des Tages vor allem Prof. Dr. Torsten Tomczak von der
Universität St. Gallen gefesselt. Seine gekonnt eloquente, unprätentiöse Art, komplexe Theorien einfach und praxisnah zu erklären begeistert immer wieder. Sein Thema Behavioural Branding - das markenkonsistente Verhalten von Mitarbeitern - ist ein bisher noch wenig erforschtes Gebiet. Für uns ist es insbesonders deshalb interessant, da es wichtige Verknüpfungen zu unserem Thema Generation Branding gibt. Seine These: Ohne Führung funktioniert nichts. Und Führung hat nach seinen Erkenntnissen nur dann eine markenrelevante Konsequenz, wenn sie a) transformational ist und b) hohes Commitment vorhanden ist. Klar herauskristallisiert hat sich über die ganze Konferenz hinweg die Botschaft, dass differenzierende Markenwerte der Dreh- und Angelpunkt einer guten Markenstrategie sind.
Bildquelle: www.markenkonferenz.de
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Mützen aus dem Kühlregal
05.12.2011 14:07 - Julia Regenhardt

Spiel, Spaß und Schokolade? Nein, Genuß, Inspiration und Gute Tat! Das Konzept der Smoothies von innocent gibt es schon eine Weile, wir sind diesen Winter darauf gestoßen. Es ist kalt und grau, man geht ans Kühlregal auf der Suche nach einer Portion Vitamine und muss unwillkürlich schmunzeln, dass die leckeren Smoothies mit Mütze daherkommen. Handmade! Nach einem Aufruf von innocent wurden allein in Deutschland stolze 191.222 handgestrickte Mützen für den guten Zweck eingesendet. Die Smoothies mit Mütze werden verkauft, 30 Cent gehen an das Rote Kreuz. Die Strickmützen sind individuell und lassen sich kreativ umnutzen – beispielsweise als Eierwärmer. Wir finden diese Idee toll – weil es Spaß macht und dabei die Marke innocent gekonnt inszeniert wird. Die Schlacht um das coolste Mützchen im Kühlregal ist hiermit eröffnet ...
Bildquelle: www.innocentdrinks.de/stricken
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„In dialogue we trust!“ – Sandra Wolf mit Bürkert auf der Bühne der Face-to-Face Design- und Wirtschaftskonferenz
01.12.2011 15:50 - Joy Belgassem

„In dialogue we trust!“ – unter diesem Motto fand am 25. und 26.11.2011 die Face to Face Design- und Wirtschaftskonferenz in Ludwigsburg statt. Zum elften Mal trafen sich Designer und ihre Auftraggeber, um gemeinsam auf dem Podium ihr Projekt vorzustellen. In diesem Jahr mit Gastland Portugal.
Zehn Rednerduos stellten ihre gemeinsamen Projekte und ihre Zusammenarbeit vor – von Architektur (Gerkan, Marg und Partner mit dem neuen Berliner Flughafen) über klassisches Corporate Design (Mutabor mit der
Tourismusregion Stuttgart) zu innovativen Denkansätzen (Dark Horse mit Deutsche Post DHL). Sandra Wolf und Daniela Mohr von unserem langjährigen Kunden Bürkert legten ihren Schwerpunkt auf die Dynamik und Qualität der Beziehung zwischen Agentur und Kunde. Fünf Thesen zur Agentur- und Kundenbeziehung bildeten die Klammer für die Präsentation der bisher sechs gemeinsamen Jahre: vom ersten Aufeinandertreffen und dem Projektstart bis hin zur Entwicklung von Markenkern, Markenwerten und Corporate Design und der gesamten Implementierung in 35 Ländern. Das Fazit ist bereits in unserem WOLF Manifesto fest verankert: “Love your client. Love your agency.” Nur dann läuft es rund.
Die portugiesischen Beiträge konzentrierten sich auf die Bereiche Produktdesign und Architektur. Es war spannend, einen Einblick in die portugiesische Designwelt zu erhalten und gute Gespräche mit anderen Designern und Auftraggebern zu führen. Unser Fazit: Länderübergreifend gibt es ähnliche Höhe- und Tiefpunkte, ähnliche Schwierigkeiten und gemeinsame Freuden an schöner Gestaltung. Angesichts des internationalen Ansatzes der Veranstaltung wäre noch ein deutsch-portugiesisches Rednerduo schön gewesen. Aber vielleicht gibt es länderübegreifende Vorträge ja dann zur zwölften Ausgabe der Face to Face….
Bildquelle: www.face-to-face.eu
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Nokia: Kein Anschluss unter diesen Umständen
17.11.2011 17:22 - Christopher Opitz
Fast ein Jahr ist es her, dass der finnische Handy-Hersteller
Nokia seine Seele an Microsoft und dessen bislang wenig erfolgreiches Betriebssystem für Smartphones verkauft hat. Der einstige Star der Mobil-Branche ist träge geworden und hat seine Produkte – wenn nicht gar sich selbst - überflüssig werden lassen. Im Überlebenskampf scheint dem Management dann auch kein Mittel zu blöd, um die eigene Haut zu retten. Kurze Rückblende: Im Jahr 2008 wurde das mit Fördergeldern errichtete Bochumer Nokia-Werk unter großem Getöse geschlossen und nach Rumänien verlagert. Hauptargument damals, niedrige Löhne und neue Fördergelder am neuen Standort. Die jetzt angekündigte Schließung des rumänischen Werkes und die hinterlassenen Steuerschulden greifen aber tiefer. Als Wiederholungstäter bricht Nokia damit endgültig mit seinen Werten und dem im Claim „Connecting People“ formulierten Anspruch, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Übrig bleibt eine im Herzen orientierungslose und am Abgrund taumelnde Marke, die in jeder Hinsicht den Anschluss dauerhaft zu verlieren droht. Da hilft dann auch kein nett gemachtes Image-Filmchen, wenn es vom eigenen Handeln konterkariert wird.
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Darmstadt, Tokyo und zurück
14.11.2011 15:21 - Sandra Wolf
Die vergangene Woche brachte viele neue Einblicke und Eindrücke mit sich. Von Tokyo, aktuell wohl eine der ruhigsten Metropolen der Welt, bis hin zur Frage nach familienbewusster Unternehmensführung, eines der brennendsten Themen unserer Zeit.
Erdbeben, Tsunami und Reaktor-GAU gehen an einer Nation ganz bestimmt nicht spurlos vorbei. Aber in einem Land wie Japan muss man schon sehr genau hinsehen, um diese Spuren zu entdecken. Auf den ersten Blick zeigte sich Tokyo wie immer – organisiert, strukturiert und emsig, andererseits schrill, aufregend und anders. Auf den zweiten Blick wirkte die Stadt auf mich jedoch leiser, vielleicht auch offener und ja, ein klein wenig warmherziger.
In die Fahrradnation Japan einzutauchen ist stets ein Erlebnis der besonderen Art. Die Cycle Mode, größte Radsport-Ausstellung und Testfahrt-Veranstaltung des Landes, spiegelt die Fahrradbegeisterung der Japaner und zugleich den hohen ästhetischen Anspruch des Landes wider. Nach wie vor ist der japanische Fahrradmarkt vom Faltrad geprägt. Dieser Fahrradtyp, der in Japan hauptsächlich wegen seiner Größe und nur zweitrangig wegen seiner Faltbarkeit geliebt wird, ist ein Kultobjekt zu dem häufig eine sehr enge Beziehung aufgebaut wird. Wenig verwunderlich also, dass es nicht nur in den Messehallen, sondern vor allem auf den Straßen jede Form von Falträdern zu sehen gibt. Auch E-Bikes erleben einen Boom, der zwar nicht unbedingt mit der rasanten Entwicklung in Europa vergleichbar, aber dennoch deutlich erkennbar ist. Der Stellenwert, den Qualität in Japan generell einnimmt, zeigte sich einmal mehr in der Präsenz vieler europäischer Marken, aber erstaunlicherweise auch in der Betonung von vermeintlich schweizerischen Werten wie Präzision und Zuverlässigkeit.
Die Designers Week, eigentlich eine gute Möglichkeit kreative Arbeiten und Ideen zu präsentieren, hielt leider nicht, was sie versprach oder was ich mir davon erhofft hatte. Eher uninspiriert und alltäglich präsentierte sich diese Messe von und für Designer.
Was kennzeichnet eine familienbewusste Unternehmenskultur? Diese und andere Fragen wurden am Samstag spannend und kontrovers in der Centralstation in Darmstadt beim 2. VBM-Forum für „innovative Arbeitsformen für Familien“ zwischen Experten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft und interessierten Eltern diskutiert. Es war klasse, dass ich als geladene Expertin die Arbeitgeberseite vertreten konnte und die Gelegenheit hatte, auf den hohen Stellenwert von Familie bei WOLF aufmerksam zu machen. Für viele Teilnehmer war das ein eher ungewohntes Agenturbild. Ebenso wichtig war es mir, ein Bewusstsein für die Bedeutung gemeinsamer Planung und offener Kommunikation zu schaffen – die Grundlage für eine funktionierende Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Inspirierend war der Impulsvortrag von Brigitte Mrochen, Personalreferentin der DZ-Bank. Überraschend für mich: Viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wünschen sich, dass Kinder und Familie im Arbeitsalltag sichtbar sind und das Thema so noch authentischer gelebt werden kann.
Bildquelle: Cycle Mode
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XXXL Möbelhäuser - die mit dem schlechten Claim.
08.11.2011 14:04 - Anna Tenzler

Mit einem Jahresumsatz in Höhe von rund 2,8 Mrd. Euro bilden die XXXL Möbelhäuser laut eigener Angabe die zweitgrößte Möbelhandelsgruppe der Welt. Die Unternehmensgruppe betreibt in insgesamt neun europäischen Ländern über 190 Einrichtungshäuser. Das XXXL im Markennamen kommt direkt aus dem Markenkern – transportiert wird der Anspruch, in allen Bereichen mehr zu bieten, besser, größer als die Anderen zu sein. Der Anspruch auf die Nummer Eins eben. Soweit ist alles stimmig – wäre da nicht der Claim.
Die XXXL Möbelhäuser. Die mit dem roten Stuhl.
Die Herkunft dieses Claims begründet sich in einer Marketingaktion – seit 2004 tritt das Unternehmen mit einem roten Stuhl als Markenzeichen auf, der auch überdimensional groß vor den Filialen platziert wird. Da lag es anscheinend nahe, daraus einen Claim zu machen. Die Frage ist nur, was der Claim uns sagen soll. Soll er darauf hinweisen, dass dort, wo der große rote Stuhl steht, die XXXL Möbelhäuser nicht weit sind? Vielleicht. Schwarzhumoristische Zeitgenossen könnten aber auch zu der Schlussfolgerung kommen, dass beizeiten ein Arzt aufgesucht werden sollte. So schnell kann eine Doppeldeutigkeit einen Claim ins Aus schießen.
Wohl dem, der sich vor der Entscheidung für einen Claim einige wichtige Regeln zu Herzen nimmt. Denn ein guter Claim
- transportiert den Markenkern/ die Markenwerte oder einen zentralen Nutzen/ USP
- ist eingängig, lässt sich gut aussprechen und merken
- wird mit einer positiven Assoziation verknüpft und lässt keine negative Deutung zu
- ist alleinstellend, möglichst unabhängig vom Zeitgeist und kopiert nicht
- wird im Idealfall gern zitiert
Ein sehr gutes Beispiel findet XXXL gleich nebenan. Beim Wettbewerber.
IKEA – Wohnst Du noch oder lebst Du schon?
Bildquelle: http://www.xxxlmoebelhaeuser.de/
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Stop being serious!
03.11.2011 15:32 - Julia Regenhardt

Die Möbelmesse Qubique, die vom 26. bis 29.10.2011 in Berlin stattfand, bot Raum für Inspiration. Eine gelungene Auswahl an Designern und deren neue, teils sehr innovativen Produkte machten den Besuch zum visuellen Genuss. Darüber hinaus wurde der Workshop „Creative Processes“ angeboten, den Marina Ostrowski (Markenstrategin, Unternehmerin und Mitgründerin des
ÏMA Design Village), Michele Gauler (Designerin und Psychologin) und Rivka Halbershtadt (Praktikerin der Grinberg Methode) gemeinsam veranstalteten. Im Folgenden der Einblick in den praktischen Teil des Workshops, der Techniken zur Aktivierung von Körper und Geist für den Kreativprozess vermittelte.
Create Silence in your head and listen to your body:
Schließe die Augen. Zähle bis sieben während du einatmest, zähle bis sieben während du ausatmest. Die Atemübung ein paar Mal wiederholen. Nachspüren. Nächste Übung: Richte den Blick geradeaus. Schaue ganz langsam nach unten, dann ganz langsam nach oben, geradeaus, nach links, geradeaus, nach rechts und wieder geradeaus. Die Augen schließen und an nichts denken, die Ruhe wahrnehmen. Auf den Körper hören. Jetzt im Stehen: Die Arme beim einatmen gestreckt nach vorne bewegen, beim ausatmen wieder nach unten nehmen. Ein paar Wiederholungen, Augen schließen und an nichts denken.
Bring energy into your body:
Mach Musik an. Stelle dich hin. Bewege deine Arme, den Oberkörper und die Hüfte. Irgendwie, ohne Konzept. Stoppe nach jeder Bewegung. Bewegung, Stop, Bewegung, Stop. Ein paar Minuten lang. Pause, Augen schließen, an nichts denken. Jetzt im Sitzen, wieder mit Musik. Alles bewegen, Kopf, Arme, Beine, Füße. Nach jeder Bewegung: Stop. Augen schließen, an nichts denken. Sieht alles komisch aus und fühlt sich auch komisch an. Aber es funktioniert. Man wird ruhig, schaltet den Kopf aus, um dann einen Schub Energie reinzulassen. Eine gute Basis für kreatives Schaffen, besonders, wenn es hakt! Frei nach dem Motto: Stop being serious!
Quelle: Workshop “Creative Processes“, Qubique Berlin, aus dem Vortrag von Rivka Halbershtadt.
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Sandra Wolf im Interview mit dem WirtschaftsEcho
01.11.2011 15:57 - Christopher Opitz

In der aktuellen Ausgabe des B2B-Dialogmagazins WirtschaftsEcho spricht Sandra Wolf im Interview über die unternehmerischen Herausforderungen im Generationswechsel und wie Unternehmens- identitäten durch Generation Branding® erfolgreich in die nächste Generation transferiert werden können.
Das ausführliche Interview zum Nachlesen gibt es hier.
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Kollaborative Marken
24.10.2011 16:04 - Joy Belgassem

Markenstrategie, Markenkommunikation, Markenpositionierung, Brand Experience – alles ist durch Social Media im Umbruch. Auch in Sachen Markenarchitektur zeichnen sich Veränderungen ab. Seit über zwei Jahren gibt es
Quirky. Alle paar Tage wirft das Unternehmen neue Produkte auf den Markt, die den Alltag nutzerfreundlicher gestalten sollen. Beispielsweise kleine, runde Silikonplättchen, damit sich Touchscreens auch beim Tragen von Handschuhen bedienen lassen. Die Produktideen kommen aus der Community, jeder kann Probleme identifizieren und Lösungsvorschläge einreichen. Zugleich diskutiert und bewertet die Community, um zu entscheiden, welche Produkte letztendlich entwickelt und verkauft werden sollen. Der kollaborative Beitrag der Nutzer wird mit einer Erfolgsbeteiligung belohnt. Vermarktet werden die fertigen Produkte mit der Markenidentität von Quirky: vom Verpackungsdesign bis hin zur Markenkommunikation ist alles konsistent.
Anders wird der kollaborative Gedanke von COMMON interpretiert – Community, Inkubator und kollaborative Marke in einem. Grundidee ist, dass der monetäre Markenwert zwar dem Unternehmen aber nur selten in großem Maße der Gesellschaft oder der Umwelt zu Gute kommt. Soziale Innovationen sollen deshalb unter einer gemeinsamen Marke mit gemeinsamen Zielen und Werten existieren, die von den Nutzern aktiv gestaltet werden kann und in kürzester Zeit zur globalen Aufmerksamkeit einer starken Marke verhelfen soll. Eingereicht sind bisher 35 Geschäftsideen, die konsequent Common Water oder Common Cycles heißen. Bei letzterem sollen übrigens nachhaltige Fahrräder aus Bambus hergestellt werden.
Bildquelle: http://www.facebook.com/quirkydotcom
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Visuelle Früherziehung
10.10.2011 18:06 - Julia Regenhardt

In der U-Bahn bei anderen Leuten mitzulesen macht besonders Spaß, wenn der Blick auf ein weniger alltägliches Medium fällt. So geschehen vor einigen Tagen, als ein Erwachsener sichtlich amüsiert die Kindertseitung in Händen hielt. Zu Recht, denn wer vom Titel auf die Zielgruppe schließt, täuscht sich gewaltig. Wer Themen wie Fliegen, Wasser oder das Alphabet mit derart viel Liebe zu Inhalt und Gestaltung aufbereitet, kann auch noch erwachsene Kinder faszinieren.
Credits: Kindertseitung
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WOLF @ PalmArtPress
15.09.2011 14:48 - Christopher Opitz

Kunst und Design liegen gar nicht so weit auseinander und der Austausch führt zu neuen Perspektiven: Das zeigte auch der gestrige Besuch der Galerie PalmArtPress in der Pfalzburgerstraße. Gelegen in einem typischen West-Berliner Wohnquartier wurden wir von Lothar Hartmann, Fotograf und Produktioner, Cathrin J. Nicely, Galeristin, Bildhauerin und Malerin sowie dem Berliner Künstler Wolfgang Nieblich empfangen. Bei einem Glas Rotwein konnten wir viele persönliche Eindrücke aus der aktuell stattfindenden Werkschau von Lothar Hartmann mitnehmen. Fotos aus 50 Jahren – und die Geschichten, die aus einer Szenerie ein Motiv werden ließen.
Die Ausstellung findet noch bis zum 20. September 2011, in der Pfalzburgerstraße 69, Berlin statt. Weitere Infos unter www.palmartpress.com. Noch mehr Bilder gibt es auf unserer facebook-Seite.
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Markenwerte aus dem tiefsten Innersten
14.09.2011 16:37 - Joy Belgassem

Regelmäßig lädt die Berlin School of Creative Leadership zur Vortragsreihe „President’s Lecture“, diesmal zu „IDEAS. The Freitag Gasoline“ mit den Brüdern Daniel und Markus Freitag, Gründern des gleichnamigen Taschenlabels. 1993 aus dem eigenen Bedarf an funktionalen Messenger Bags entstanden, fanden die Brüder in den bunten Planen der LKWs, die vor dem WG-Zimmer mit Autobahnblick tagtäglich vorbeizogen, ein geeignetes und wasserabweisendes Material. Inzwischen ist Freitag mehr als bekannt für seine Kollektion aus recycelten Materialien, von denen jährlich über 250.000 Exemplare produziert werden und weltweit begeistern. Eine schöne Erfolgsgeschichte, im Vortrag ging es aber vor allen Dingen um den holistischen Design-Ansatz der Brüder. Interessantester Punkt aus Markensicht war die Überzeugung, dass am Anfang des Designs die eigenen, inneren Werte stehen und diese in die Marke transformiert werden müssen. Bei den Freitag Brüdern, sozialisiert mit Kompostieren und Recycling, lassen sich die Werte bis ins Kindergartenalter zurückverfolgen. Ein Schlüsselerlebnis war Ende der 1970er Jahre ein Joghurt, der im Glas angeboten wurde. Prädestiniert für Recycling, eignete er sich zugleich als zweckentfremdeter Behälter zum Wasserfarbenmalen. Eine frühe Erfahrung mit Rekontextualisierung, die sich tatsächlich ganzheitlich bei Freitag wiederfindet: sowohl in den Markenwerten, als auch in den Produkten.
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Sandra Wolf und André Rival auf der Eurobike 2011
06.09.2011 14:26 - Joy Belgassem

Der Berliner Fotograf André Rival porträtiert die internationale Prominenz von Nadja Auermann bis Karl Lagerfeld. Für den neuen, von WOLF gestalteten Katalog der riese und müller E-Bikes inszenierte er sich vor der Kamera. Auf der Eurobike 2011 in Friedrichshafen trafen sich Sandra Wolf und André Rival zum Austausch über urbane Mobilität, Zeit und das Glück, ein E-Bike zu fahren.
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Smart unter Strom.
18.08.2011 11:32 - Christopher Opitz

„Burn rubber, not gas!“ Mit diesem Slogan hat vor wenigen Jahren ein kleines Startup im Silicon Valley die gesamte Automobilbranche aufgeschreckt. Tesla, so der Name, brach mit bisherigen Konventionen und bediente sich bei den Komponenten wie im Supermarkt. Die Basis: ein Lotus, die Batterie: ein Block aus unzähligen Laptop-Akkus. Was sich kein Autohersteller zuvor traute, ging ein Branchenneuling mit Pioniergeist und einer ordentlichen Portion Pragmatismus an. Der Rest der Geschichte ist bekannt. Teslas Roadster ist quasi ausverkauft und ein neues Modell steht in den Startlöchern. Und die Anderen? Aufgeschreckt und die Schockstarre überwunden, setzen die Autohersteller – allen voran Daimler und BMW – zum Sprung in das Zeitalter der E-Mobility an. Neue Geschäftskonzepte (Carsharing), neue Marken (BMWi) und nicht zuletzt neue Produkte (E-Bikes) schießen wie Pilze aus dem Boden. Meist noch als Zukunftsideen, oft genug aber auch ganz konkret – wie die neue elektrifizierte Smart-Generation samt Smart E-Bike. Für Smart schließt sich damit der Kreis: Einst als Elektromobil vom Swatch-Gründer erdacht, mit konventionellem Antrieb nahezu gefloppt, wird der Stadtflitzer nun endlich auch in Serie unter Strom gesetzt. Es bleibt nur die Frage, wie ernst es Daimler damit langfristig ist. Ob als bloßer „Green-Washing-Marketing-Gag“ oder tatsächlicher Aufbruch in ein neues E-Mobility-Zeitalter: Der (Miss-)Erfolg und die Glaubwürdigkeit dieser Projekte wird Auswirkungen auf das Ansehen deutscher Automarken im Allgemeinen und Daimler im Speziellen haben. Man darf gespannt sein.
(Bild: Daimler)
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Als Land gerettet, als Marke am Abgrund
08.08.2011 11:53 - Sandra Wolf

Zwar hat Barack Obama sein Land erst einmal vor dem Staatsbankrott bewahrt, von einer Entspannung der Lage kann aber noch lange nicht die Rede sein. Die aktuelle Krise dürfte sowohl der Marke USA und als auch den US amerikanischen Unternehmen gewaltig schaden, so wie die Ereignisse der vergangenen Monate schon den Marken Spanien, Portugal und Griechenland den Garaus gemacht haben. Hat das vor allem von dem Briten Simon Anholt proklamierte Nation Branding nun endgültig ausgedient? Nicht zuletzt weil Politiker unfähig sind Marken zu führen? Sicher ist, dass die USA heute bestimmt keinen (fiktiven) Markenwert von 18 Billionen US Dollar mehr haben und somit auch in Anholts "Nation Brands Index" nicht länger die wertvollste Nation der Welt darstellen wird. Rankings hin, Markenbewertungen her – wirklich interessant ist, dass Nation Branding nicht anders funktioniert als Corporate Branding. Nur wer glaubwürdig ist und seine Versprechen hält, wird auf lange Sicht eine starke Marke sein. Das Beispiel USA zeigt, dass (gut gemachte) Werbeslogans im Sinne von "Yes, we can" in ihrem Kern zwar wertvoll und richtig sind, dass es aber ebenso auf das Einlösen des dahinter stehenden Versprechens ankommt. Und das hat die Nation USA, die Marke USA, nicht geschafft. Die Politiker als Markenmacher haben es gründlich versaut. Amerikanische Unternehmen werden mit den daraus resultierenden Vorurteilen auf dem Weltmarkt zu kämpfen haben. "Made in" als kollektiver Markenwert ist heute nicht mehr viel und in manchen Ländern gar nichts mehr wert. Aus diesem Grund ist das Nation Branding aus meiner Sicht auf den Prüfstand zu stellen. Gerade in Deutschland haben das viele Unternehmen bereits erkannt. "Made in Germany", darauf kann man sich nicht mehr verlassen, dafür wird in der Politik zu wenig getan. Es kommt auf die Unternehmensmarke an. Echtheit, Glaubwürdigkeit und das Einhalten von Versprechen als Unternehmen sind essentiell, und zwar von A-Z. "Made in China" als Produktionsstandort ist dann nämlich nicht länger ein Makel, wenn man seinen eigenen Markenversprechen gerecht wird und zum Beispiel Qualität und Arbeitsbedingungen sichert.
Das verdeutlicht, wie enorm wichtig es ist, dass eine Markenstrategie substanziell ist und auf ihre langfristige Machbarkeit hin überprüft wird. Dass sie kein leeres Versprechen in einer lauten Hülle ist. Genau deshalb wirkt „Branding“ manchmal so wenig glamourös, so ganz anders als Werbung. Was für ein Glück.
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BeckerLacour @ WOLF
04.08.2011 16:27 - Christopher Opitz

Was passiert, wenn BeckerLacour und WOLF aufeinander treffen? Ganz klar: Markenstrategie par excellence, aus der ein beispielhaftes Agentur-Shooting hervorgeht. Was wir hinter den Kulissen erlebt haben, gibt es auf unserer Facebook-Page zu sehen.
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Kollektives Wissen für starke Marken
03.08.2011 11:40 - Anna Tenzler
Aus Kostengründen und aus Arroganz werden Marken oft sehr abstrakt und auf sehr hohem (Hierarchie-)Niveau entwickelt. Nicht umsonst fallen immer wieder Begriffe wie „im Elfenbeinturm ausgedacht“ oder „von denen dort oben festgelegt“. Denkweisen, die dann zu einer „not invented here“-Haltung führen und zu Strategien, die sich im Unternehmen einfach nicht verankern lassen. In unseren letzten Workshops haben wir wieder einmal festegestellt: Kollektives Wissen, Freude an der Gemeinschaft und ein anregender Dialog über Abteilungen und Hierarchien hinweg führen zu den besten Ergebnissen für die Marke.
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Ein Blick hinter die Kulissen von „Vorsprung durch Technik“
29.07.2011 15:13 - Sandra Wolf

Größer konnte der Kontrast kaum sein, als am letzten Donnerstag die Vorbereitungen zur Präsentation des neuen Audi Q3 am Münchner Airport auf Hochtouren liefen. Zwischen einer schier unermesslichen Zahl von auf Hochglanz polierten Neuwagen fand sich die Antithese zu „Vorsprung durch Technik“: der Lieferwagen des Blumenlieferanten. Sicher entsprechen die gelieferten Blumen und Pflanzen dem Highend-Anspruch von Audi – und die „Umverpackung“ macht Audi durchaus sympathisch.
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Fünf Kontinente zu Gast bei WOLF in Berlin Kreuzberg
27.07.2011 09:32 - Christopher Opitz

Im Vorfeld des internationalen Rollouts des komplett von uns überarbeiteten Messer Cutting Systems Corporate Designs konnten wir das gesamte Global Marketing Team in unserem Berliner Office zu einem Workshop begrüßen. Die Marketingverantwortlichen aus Südamerika, Asien, Indien, Nordamerika und Europa bekamen auf diesem Weg nicht nur eine Einführung in das neue Design, sondern konnten unsere Arbeit hautnah erleben – für uns eine große Ehre, für alle eine großartige Erfahrung. Vielen Dank an Messer Cutting Systems!
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Ausgezeichnet – mein Favorit der Cannes-Löwen: Wall of Fame von edding
23.06.2011 16:40 - Christopher Opitz

edding ist wie Tempo. Ein Markenname steht für eine ganze Gattung und jeder weiß sofort, was gemeint ist.
Eben dieser edding - der griffige Marker, der bleibenden Eindruck hinterlässt, eigenartig riecht und einem eine anständige Gänsehaut verpasst, wenn er über Oberflächen quietscht – feiert sich selbst zum 50. Geburtstag mit einer Wall of Fame im Internet. Auf einfache wie geniale Weise wird da die Marke erlebbar. Jeder kann sich mit einem edding seiner Wahl auf einer gemeinsamen virtuellen Wand verewigen. Einfach nur zusehen ist auch möglich. Dazu einen edding auswählen und dem Künstler live bei der Arbeit zusehen…
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Einfach mal durchlüften...
26.05.2011 17:43 - Christopher Opitz

Unser wichtigstes Kapital als Branding-Agentur ist die Kraft zur Inspiration: für jeden Einzelnen, fürs Team und natürlich für unsere Kunden. Doch was ist die Quelle für Inspiration? Wie kann ein anregendes Umfeld für immer neue Ideen geschaffen werden? Als Agentur haben wir uns in den vergangenen Tagen zu einem Team-Workshop zurückgezogen und sind diesen Fragen auf den Grund gegangen. Vor der traumhaften Kulisse des Nationalparks Sächsische Schweiz wechselten sich dabei intensive Arbeitsphasen und eindrucksvolle Naturerlebnisse ab. Mit diesen neuen Eindrücken im Gepäck und frischem (Rücken-)Wind geht es nun ans Werk, die gefundenen Antworten in die Tat umzusetzen.
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Schlecker verpasst sich einen neuen Claim
17.05.2011 17:52 - Christopher Opitz

…und verpasst damit die Chance, der angekündigten nachhaltigen Markenrepositionierung auch substanzielle Taten folgen zu lassen. „For you. Vor Ort.“ darf also als weiterer Claim-Tiefpunkt gelten. Wenn Schlecker darauf abzielt, sich als „die Drogerie aus der Nachbarschaft“ zu positionieren, dann sollte die Marke auch die gleiche Sprache sprechen. Ein kruder Denglisch-Mix passt da wohl eher nicht. Bleibt nur zu hoffen, dass der eigentlich bedauernswerte Trend zu immer kurzlebigeren Claims hier eine weitere Bestätigung finden wird.
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Monets Welt im Web
13.05.2011 09:54 - Julia Regenhardt

Für die Monet Ausstellung in den Galeries Nationales, Grand Palais/Paris, wurde eine Website ins Leben gerufen – die die Gemälde Monet's zum Leben erweckt. Die Gestaltung bedient sich charmant und ebenso greifbar der Gemälde, der Leinwände und der Farben, dass man den Farbauftrag direkt zu ertasten oder zu verändern glaubt und sich selbst in der abgebildeten Situation wiederfindet. Eine liebevolle Hommage an den Künstler gepaart mit modernen (typo-)grafischen Elementen. Zuletzt wird man in der Galerie und auch im Rundgang motiviert zu agieren, wodurch sich die Motive zum Teil auflösen, um später Dreidimensionalität zu erlangen. Innovativ, modern, verspielt, unerwartet, anregend. Bitte mehr davon…
Credits: faberNovel, Les 84
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Fundstück auf Design Tagebuch: R WEG…
11.05.2011 14:38 - Julia Regenhardt

Über das unglückliche Redesign des RWE-Logos (voRWEg gehen) wurde seit Einführung viel geschrieben. RWE hat damit eine Steilvorlage für bitterböse Persiflagen geliefert. Die Anzeige von Solarworld reiht sich da ein. Dennoch: Dass ein direkter Konkurrent die Vorlage verwandelt, dürfte bei RWE nicht für Freude gesorgt haben...
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Rebranding Urban Cycling: Copenhagenize it!
04.05.2011 13:51 - Joy Belgassem

Kopenhagen gilt als die fahrradfreundlichste Stadt der Welt. Über eine Million Kilometer legen etwa 36% der Einwohner täglich gemeinsam auf dem Rad zurück. Bis 2012 soll der Anteil auf 40% und bis 2015 auf 50% steigen. Die Veränderung von Verkehrsbedingungen zu Gunsten von Fußgängern und Radfahrern steht dabei im Vordergrund und ebnet den Weg zu einem ökologischeren und gesünderen Leben in der Stadt. Im Urbanen Design bezeichnet man die Umsetzung dänischer Fahrradinfrastruktur bereits als „Copenhagenization“, geprägt von der Arbeit des dänischen Architekten Jan Gehl. Über 40 Jahre untersuchte er den urbanen Raum Kopenhagen und nutzt seine Erkenntnisse, um Städte wie New York bei der Optimierung ihrer Fahrradkultur zu beraten.
Im selben Bereich engagiert sich der Däne Mikael Colville-Andersen mit seinem Unternehmen Copenhagenize Consulting. Zur Gründung inspiriert hatte ihn die Popularität seines eigenen Blogs Cycle Chic, in dem er seit 2007 die Kopenhagener Bürger und deren modisches Understatement zu Rad portraitiert. Die Vernetzung von Fahrradkultur und Streetstyle lässt sich in der Arbeit der Beratungsfirma wiedererkennen. Es geht nicht nur um die Entwicklung von neuen Infrastrukturen, sondern auch um die Positionierung einer Urban Cycling Culture um Akzeptanz unter der Bevölkerung zu generieren. Über das Rebranding von Fahrradkultur sprach Colville-Andersen im März als Keynote Speaker bei der VELOBerlin.
Demnach sollte sich die Positionierung um vier zentrale Themenpunkte drehen: Radfahren ist schnell und einfach, es ist kostengünstig, es ist umweltfreundlich und eine gute Möglichkeit um sich Bewegung zu verschaffen. Seiner Ansicht nach muss das Image des Radfahrens Konnotationen wie Komplexität, Gefährlichkeit, schweißtreibende Fortbewegung und hohe Anschaffungskosten im urbanen Kontext verlieren und stattdessen als populär, erschwinglich, wohltuend, mühelos und etwas glamourös kommuniziert werden. Die so genannte „Bicycle Revolution 2.0“ unterstreicht die Normalität und Praktikabilität – Faktoren auf deren Basis sich das Fahrrad grob gesehen zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausbreitete - und
sieht das Fahrrad im urbanen Raum in erster Linie als Mittel um Städte lebenswerter zu gestalten. Kombiniert mit einem Bewusstsein für Ökologie und Stil scheint der Weg für eine zeitgemäße Ausbreitung urbaner Fahrradkultur geebnet.
Bildquelle: http://www.flickr.com/photos/16nine/5618685377/in/photostream/
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Corporate Design im Museum
04.05.2011 12:45 - Julia Regenhardt

Erik Spiekermann, Aushängeschild der deutschen Typografieszene, wurde im Februar mit dem Deutschen Designpreis in der Kategorie Persönlichkeit ausgezeichnet. Sein Lebenswerk lässt sich noch bis zum 6. Juni in der Ausstellung „Schriftgestalten“ im Bauhaus-Archiv in Berlin erkunden... Infos zur Ausstellung.
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Kollektives Rascheln oder der neue Corporate Sound der Lufthansa
14.04.2011 15:34 - Sandra Wolf
Eine Marktforschung muss ergeben haben, dass es Fluggäste als Mehrwert empfinden, wenn sie auch auf Kurzstrecken in der Economy Class einen kleinen Snack gereicht bekommen. Bei der Airberlin ist das ein unfreundliches "süß oder salzig?" zu dem einen Getränk, das man sich aussuchen darf. Passt zur Marke. Bei der Lufthansa stelle ich mir das dann so vor, dass einem sorgfältige ausgewählte Salzmandeln zum wohlverdienten Feierabendbier von einer freundlichen Flugbegleiterin übergeben werden. Leider hat sich die Lufthansa zwar neuerdings wieder für den Snack, aber gegen meine Vorstellungen entschieden. Das Produkt "Lufthansa Snack" sieht so aus, dass ein gehetzter Flugbegleiter am Ende des Fluges mit einem Pappkarton durch die Reihen rennt und lieblos jedem Gast einen Riegel in die Hand drückt. Wie das zur Marke Lufthansa passt, ist und bleibt mir auch nach vielen Snack-Flügen ein Rätsel. Ist es die einfache Übersetzung der Leitlinie "Der Kunde steht im Zentrum. Wir richten uns an den Kundenbedürfnissen aus und bieten darauf zugeschnittene Produkte an"? Ist es die Umsetzung der Kampagne "Schokoriegel – ein Produkt von Lufthansa"? Ist es Werbung für Milka? Oder ist das kollektive Rascheln dutzender erwaschener Menschen, die Schokoriegel öffnen, der neue Corporate Sound? Vielleicht ist es aber auch ganz einfach meine zu naive Vorstellung von "There is no better way to fly."
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Bicycle goes Style
06.04.2011 11:09 - Ralf Huss

Die Zeiten der hoch spezialisierten Magazine sind zwar nicht vorbei, aber der Markt wird ergänzt durch Zeitschriften, die genreübergreifend das Erlebnis des Radfahrens in all seinen Facetten in den Mittelpunkt stellen.
Hervorzuheben ist vor allem das englische Magazin "The Ride", das Einzigartiges leistet für einen Themenbereich, in dem über Jahre auf dem Qualitätsniveau der Bäckerblume publiziert wurde. Inspirierende Texte aus allen Bike-Szenen, schöne illustrative und fotografische Umsetzungen der Themen machen "The Ride" zu einem echten Sammelobjekt. Hat man eine, möchte man eigentlich alle. Zu Schade, dass die Auflagen schnell vergriffen sind. Ein Trost: Einzelne ältere Ausgaben sind als PDF unter www.theridejournal.com erhältlich.
"Fahrstil" ist die deutsche Antwort auf das englische Magazin und damit gibt es auch bei uns endlich eine Fachzeitschrift, in der die Macher über den Tellerrand schauen. Die einzelnen Ausgaben sind übergreifenden Themen gewidmet, in den sich Konkretes mit Philosophischem oder Literarischem vereint.
Eine weitere Publikation für Enthusiasten: "Velo – Bicycle Culture and Design" vom Gestalten-Verlag. Künstler, Rahmenbauer, Profis oder Stadplaner gewähren Einsichten in ihr Tun. Auf 240 inspirierenden Seiten verbinden sich die vielfältigen Aspekte der Fahrradkultur. Die Themen lassen erahnen, dass das Fahrrad bald aus dem Schatten des Autos treten und eine völlig neue gesellschaftliche Relevanz erhalten wird.
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WOLF auf facebook
28.03.2011 10:47 - Christopher Opitz

Seit 24. März gibt es unsere digitale Repräsentanz bei facebook. Auf unserer Seite gibt es ab sofort alle Neuigkeiten zu unseren Kundenprojekten, zu den Themen Branding, Markenstrategie, Corporate Identity und Corporate Design sowie zu unserem Agenturalltag... zur WOLF-Page.
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Was Deutschland konsumiert
09.03.2011 16:20 - Joy Belgassem
Die beliebtesten Marken der Deutschen sind ein durchaus spannender Indikator für den Status Quo des Landes. Erst kürzlich wurden die BrandIndex Top Performer 2010 veröffentlicht. Das Marken-Ranking basiert auf jährlich etwa 250.000 Konsumentenbefragungen. Das sind zwar nur etwa 0,03 % der Deutschen, trotzdem lässt sich beleuchten, was „man“ so konsumiert. Fortbewegt wird sich in der Luft bevorzugt mit Lufthansa, zu Land mit einem Audi. Das Autozubehör stammt von Michelin, getankt wird bei Jet. Pakete vertraut man DHL an. Ökostrom bezieht man von SolarWorld, Naturenergie oder Lichtblick. Unterhaltungselektronik stammt aus den Häusern Canon, Panasonic oder Sony. Schrauben usw. kauft man bei Obi oder Bauhaus. Online bei Amazon. Lebensmittel bei Kaufland und Aldi. Am liebsten Produkte von Dr. Oetker, Süßes aber von Ritter Sport. Wasser trinkt man von Gerolsteiner, Bier von Krombacher. Einen Snack für Zwischendurch holt man sich bei Nordsee. Für Drogerieprodukte geht man zu dm. Kosmetik kauft man von Nivea. Zum Sport trägt man Adidas. Und telefoniert wird via Vodafone. Deutschland scheint mit großen Marken und Traditionen verbunden. Nivea zum Beispiel, schmiert man sich bereits seit 100 Jahren ins Gesicht.
http://www.psychonomics.de/filemanager/download/2456
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Minimal Branding: Weniger ist mehr.
07.03.2011 09:51 - Christopher Opitz
Die ersten Sonnenstrahlen locken uns Berliner vor die Tür – und lotsen uns direkt ins nächste Straßencafé. Nach der Bionade-Revolution der letzten Jahre stellt sich die Frage, welchem Getränk die Berliner in diesem Jahr zum Durchbruch verhelfen. Dabei ist schon seit einiger Zeit ein Trend zu beobachten: Weniger ist mehr. Wer jetzt auf den Getränkekonsum schließt, irrt. Vielmehr geht es um das Tamtam und Drumherum. Weniger Goldfolie, weniger Marketinggetöse, dafür mehr Substanz.
Einen Vorgeschmack lieferte das vor wenigen Jahren eingeführte Puristengebräu "5,0 Original". Simpel gestaltet (einfarbig, kein Label, keine Brauereiangabe) informiert lediglich eine weiße Aufschrift den Käufer über das Produkt und das Warum. Die totale Einsparung bei Verpackung, Gestaltung und Werbung soll trotz niedrigem Preis eine vernünftige Qualität bieten. Dennoch: Das in erster Linie über den niedrigen Preis verkaufte Bier hat es letztlich nicht zum Kultgetränk geschafft.
Vielversprechender scheint da der Ansatz des Berliner "BIER"-Biers. Die Macher dahinter treiben den Minimalismus-Anspruch auf die Spitze. Hier steht das Produkt für den Namen. Die Verpackung ist auf das Wesentliche reduziert: Braune Glasflasche mit weißem Label und der schwarzen Aufschrift „BIER“.
Die Idee, das Produkt und nicht die Brand in den Mittelpunkt zu stellen ist – wenn auch nicht neu – zumindest sympathisch. Nüchtern ist das allerdings Branding in Reinform. Klare Positionierung, klare Botschaft, maximale Differenzierung von den Wettbewerbern. Und dass "Anti" bzw. "Anders" Erfolg haben kann, zeigt - Bionade.
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Schlecker: Rebranding zwischen Toilettenpapier und Haarshampoo.
22.02.2011 17:53 - Anna Tenzler
Vor über 35 Jahren eröffnete die erste Schlecker-Filiale. Die weiß-blauen Drogeriemärkte sind omnipräsent - genauso wie die Horrormeldungen über die Personalpolitik des Familienunternehmens. In der Folge sanken in den letzten Jahren Image und Umsatz. Nun haben die Kinder des Firmengründers Anton Schlecker übernommen und treten mit einem neuen Konzept an. Die Wirtschaftswoche begleitet journalistisch das Rebranding am lebenden Objekt: www.wiwo.de
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Ergo haben wir eine neue Marke.
05.11.2010 11:30 - Anna Tenzler
Geht das wirklich so einfach? Was angeblich im Vorstandsgespräch – quasi als Nebenprodukt – entstanden ist, führt in der Öffentlichkeit zu kontroversen Diskussionen, bei Mitarbeitern zu Protesten und bei Kunden zu Stirnrunzeln. Einige von Deutschlands größten Versicherungen heißen nun ERGO. Ist der Schritt der Marken-Umbenennung im Fall der zur ERGO-Gruppe gehörenden KarstadtQuelle Versicherungen noch nachvollziehbar (schließlich schwang hier der Pleitegeier als Assoziation mit), führt die Umbenennung in den beiden anderen Fällen zu Unverständnis. Denn auch Hamburg Mannheimer und die Victoria-Versicherung heißen jetzt ERGO. Zwei Marken, die durchaus bekannt waren und das Vertrauen ihrer Kunden genossen, sind damit verschwunden und gehen in einer neuen Marke auf. Es werden Vorwürfe laut – von Wankelmütigkeit ist die Rede (eine Mehrmarkenstrategie wurde schließlich früher von der Konzernleitung als Maß aller Dinge gepriesen) und von einem maßlosen Verschleudern von Marketingbudgets (die Kampagne läuft auf allen Kanälen und tausende Filialen müssen umgebrandet werden, während auf der anderen Seite Stellen abgebaut werden). Da scheint in der Kommunikation einiges schief gegangen zu sein. Den Wandel mit der Holzhammermethode durchzuführen, hilft jedenfalls nicht, der neuen Marke ERGO den Weg zum Erfolg zu ebnen. „Versichern heißt verstehen“ lautet der neue ERGO-Claim. Sicher wäre es von Vorteil gewesen, im Umstrukturierungsprozess besser auf die Stake- und Shareholder einzugehen, denn auch Vertrauen heißt verstehen.
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Welchen Wert hat Design?
10.03.2010 16:00 - Christopher Opitz
Gestern war es auch in Berlin soweit: Die Designexperten Professor Dr. Peter Zec und Burkhard Jacob, Leiter des red dot institutes, stellten ihre neu entwickelte Methode zur ‚Berechnung des Wertbeitrages des Designs für das Unternehmen’ vor. Titel der Veranstaltung: „Der Designwert – Eine neue Strategie der Unternehmensführung“.
Der Veranstaltungsort hätte nicht passender gewählt werden können. Das Stilwerk in der Berliner Kantstraße, Berlins Designtempel, dient an diesem Abend auch als Argumentationsstütze für den wissenschalftlichen Bewertungsansatz der beiden Designexperten. Die beiden Referenten kommen schnell zum Punkt: Welche Größen werden wie und warum zur Berechnung des Designwertes herangezogen.
In der Pressemitteilung des ret dot institutes liest sich das wie folg:
„Der Designwert ist der zu einem bestimmten Zeitpunkt festgestellte monetäre (Gegenwarts-)Wert, der sich aus dem designrelevanten Ertrag vor Zinsen und Steuern (EBIT), der Designstärke, der Designkontinuität und einer Bewertung des Designeigentums eines Unternehmens ergibt.“
Die Berechnungsformel lautet also:
Designwert = [Designertrag x (Designstärke + Designkontinuität)] + Designeigentum
Alles klar?! Ziel dieser mathematischen Übung: Unternehmern soll verdeutlicht werden, dass gutes Produktdesign einen echten Wertbeitrag für das Unternehmen leisten kann – und zwar auf den Euro genau. Design, so die beiden Autoren, soll nicht länger als reiner Kostenfaktor im Unternehmen betrachtet werden, sondern als „Investment und treibende Kraft für wirtschaftliches Wachstum und Wertschöpfung“. Anhand namhafter Beispiele wie LOEWE und natürlich Apple wurden exemplarisch die Designwerte berechnet und über einen längeren Zeitraum betrachtet. Alles durchaus einleuchtend und plausibel.
Am Ende stellten sich dann doch eine Reihe von Fragen: Ist der Erfolg tatsächlich nur von guten Produkten und ansprechendem Design abhängig? Welche Rolle spielt die Marke als Erfolgsfaktor und als Impulsgeber fürs Design?
Also, ist der Designwert nun „Kaffeesatzleserei“ oder die groß angekündigte „neue Strategie zur Unternehmensführung“? Hierauf mein entschiedenes „Weder noch!“. Der Designwert bringt eine längst allgemeingültige Erkenntnis auf den Punkt: Erst die Verschmelzung von hervorragenden Funktionen und gutem Design schafft die Voraussetzung für ein erfolgreiches Produkt. Was der Ansatz aber ausblendet ist, dass es für den Erfolg eines Dreiklangs aus Produkt, Marke und Kommunikation bedarf. Nebenbei bemerkt: Die Bewertung setzt die regelmäßige Teilnahme am red dot award und dem Abschneiden der eingereichten Produkte voraus, um überhaupt eine Berechnungsgrundlage zu schaffen. Klar, dass man eine belastbare Datengrundlage braucht, ein Rest „Geschmäckle“ bleibt trotzdem – auch wenn die Autoren für maximale Transparenz gesorgt und die gesamte Berechnung offengelegt haben.
Weitere Infos: www.red-dot-institute.de
Ausblick: Die beiden Autoren kündigten eine vergleichbare Analyse zum Thema Kommunikationsdesign an. Man darf also gespannt sein...
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Zeigen, was man hat
13.01.2010 09:47 - Julia Regenhardt
Warum nicht mal konkret sein, direkt zeigen, ohne Umschweife, wer man ist, oder vielmehr, welches Produkt man verkauft? Sicherlich bietet sich das nicht für jedes Produkt oder jede Dienstleistung an. Die unten aufgeführten Arbeitsbeispiele zeigen aber auf charmante Weise, wie besonders man sein kann – indem man schlicht die Optik oder Haptik seines Produktes für die Gestaltung seiner Corporate Identity nutzt. So wird ein kleines Stück Linoleumboden mit adaptiertem Kennzeichnungsdruck auf der Rückseite zu einem Kleinod. Ein Stück Trockenfleisch erinnert den Abenteurer im Ernstfall an sein absolviertes Überlebenstraining. Oder, wie im Falle eines Weinhandels oder Umzugsunternehmens, stellen Erinnerungen an Weinränder auf weißen Tischdecken oder viel zu schwere Umzugskartons durch erlebte Situationen einen liebevollen Bezug zum Produkt her. So machen alle Beispiele Spaß ohne albern zu sein, lassen keine Zweifel über ihre Herkunft und Bestimmung und bleiben aufgrund ihres direkten Bezugs zum Produkt mit Sicherheit im Kopf. Ob man sich im Zweifel aufgrund eines in den Hintergrund tretenden Logos noch direkt an den Namen erinnern kann, ist vielleicht zu hinterfragen...
Gefunden bei www.graphic-exchange.com.
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Marken tragen Verantwortung
30.09.2009 17:21 - Anna Tenzler
Unternehmen und Marken entdecken zunehmend das Thema "Verantwortung" für sich. Verantwortung gegenüber der Umwelt, der Mitarbeiter und Gesellschaft. CSR, also Corporate Social Responsibility, ist nur eines von vielen Buzz Words in diesem Zusammenhang.
Was sind die Ursachen? Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind in weiten Teilen (westlicher) Gesellschaften allgemein als Wert anerkannt. Das äußert sich nicht zuletzt darin, dass Konsumenten entsprechendes Handeln der Unternehmen und Marken einfordern. Auf den Punkt gebracht: Sie sind kritischer im Umgang mit Produkten und deren Erzeugern. Unterstützt wird diese Entwicklung von neuen, immer schneller werdenden Kommunikationstechniken und -kanälen – mit Folgen:
"Ökologie", "Green" oder "Eco" sind Schlagworte, die sich in der Markenkommunikation fest etabliert haben. Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind und werden zum sinnstiftenden Wert für Unternehmen, Marken und deren Leistungen. Sie sind mitten im Leben angekommen – Grün ist sexy!
Beispiele gefällig? Noch vor wenigen Jahren standen die Produktionsbedingungen von Sportartikelherstellern massiv in der Kritik. Ganz gleich, ob Adidas, Puma oder Andere: Die Marken haben mittlerweile ganze Kollektionen nach umweltverträglichen Kriterien umgestellt (www.ecofashionworld.com/Trends/ADIDAS-GREEN.html) und integrieren das Thema Nachhaltigkeit in ihre Unternehmensleitlinien. So ist bspw. Puma seit 2007 Vollmitglied der Fair Labor Association und hat unternehmensintern das s. g. "S.A.F.E. Concept" (www.about.puma.com/DE/6/) etabliert (Social, Accountability, Fundamental, Environment).
Dass dies eine Entwicklung auf breiter Front ist, zeigen zum einen die Ölmulitis BP oder Shell (!), die sich seit Jahren in der Öffentlichkeit als umwelttechnologische Vorreiter ("BP – Beyond Petroleum") präsentieren und lt. einer aktuellen Studie (www.rdtrustedbrands.com) hohes Vertrauen bei den Konsumenten genießen. Zum anderen ist da der Mittelstand, der zwar weniger öffentlichkeitswirksam, dafür umso konsequenter, diesen Weg beschreitet.
Unser Kunde hawo engagiert sich bspw. seit vielen Jahren für lokale Bildungsprojekte in dessen Heimatregion und unterstützt darüber hinaus mit Know-how und technischem Equipment den Aufbau medizinischer Einrichtungen in Kambodscha und Peru. Aber auch in Sachen Produktentwicklung stehen die Zeichen bei hawo auf "Green". Mit der GENERATION EASY hat der mittelständische Verpackungsspezialist aus Baden-Württemberg eine Geräteserie auf den Markt gebracht, die schon beim Produktdesign neue Standards innerhalb der Branche setzt: kompakte Bauweise, weitestgehender Verzicht auf Verschleißmaterialien und energiesparende Gerätesteuerung.
Bei aller Umwelt-Euphorie sollten die Markenlenker eines berücksichtigen: Mit einzelnen oberflächlichen Aktionen der Marke bzw. dem Unternehmen mal schnell einen grünen Anstrich zu verpassen (Stichwort "Greenwashing"), wird von Konsumenten durchschaut, bringt schlechte Presse und schadet letztendlich der Marke – und zwar nachhaltig.
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Zitat des Tages
27.08.2009 09:31 - Christopher Opitz
"Markenführung ist Chefsache."
Frieder Löhrer, Vorstandsvorsitzender der Loewe AG in Kronach, über den erfolgreichen Weg aus der Loewe-Krise Dank Konzentration auf die eigene Marke. Gefunden in der Online-Ausgabe der Financial Times Deutschland.
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CI-Studie Status Quo 2009 – Einblick in die deutsche Agenturszene
12.08.2009 11:37 - Christopher Opitz
Die aktuell veröffentlichte Studie (www.ci-in.de/studien.html) des Corporate Identity Institut in Mainz gibt einen interessanten Einblick in die aktuelle Branchensituation in Deutschland. Befragt wurden leitende Mitarbeiter und Geschäftsführer von CI/CD-Agenturen. Im Mittelpunkt der Studie steht die (wirtschaftliche) Entwicklung im Krisenjahr 2009 und wie die Agenturen damit umgehen. Aber auch der Stellenwert des Corporate Identity-Ansatzes und die inhaltliche Auseinandersetzung in den Agenturen und Unternehmen wurde näher betrachtet.
Fazit: CI wird selbst von den Agenturen noch zu oft aufs Design reduziert, die inhaltliche und (marken)strategische Beratung führt lediglich ein Schattendasein. Hier verschenken Agenturen Potenzial, sich beim Kunden als strategische Partner zu profilieren. Schlimmer noch: Eine ganze Branche reduziert sich in der Wahrnehmung der Auftraggeber auf den schönen Schein.
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WOLF unterstützt CO&CO-Magazin
12.08.2009 11:34 - Christopher Opitz
Gute Corporate Design-Arbeiten in einem ansprechenden Umfeld präsentiert das Branchen-Magazin CO&CO. Ohne Schnörkel und ausschweifende Textbeiträge werden die von der Redaktion zuvor ausgewählten Einreichungen geschickt arrangiert, so dass die Arbeiten für sich wirken können. Wir finden das unterstützenswert und beteiligten uns daher an einer Anzeigenaktion für das Magazin in der Augustausgabe der PAGE...zur Großansicht.
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Markenführung ohne Stützräder
08.07.2009 15:47 - Christopher Opitz
Ich behaupte mal, fast jeder ist in der Lage, aus dem Stand zehn Auto-Marken zu nennen. Aber könnte man das auch im Bezug auf Fahrradherstellermarken sagen? Wohl eher nicht. Und dabei gibt es ein Vielfaches an Fahrradmarken im Vergleich zum automobilen Pendant. Nicht nur das; mit über 60 Millionen Fahrrädern in Deutschland gibt es weit mehr Drahtesel, Rennmaschinen oder Stahlrösser als Autos. Gesamteuropäisch betrachtet, bekommt dieser Umstand sogar noch mehr Gewicht. Immerhin, wir sprechen von einem milliardenschweren Markt.
Umso unverständlicher ist es da, dass dieser Markt (für alle Beteiligten) quasi intransparent ist. Bei einer umfangreichen Trend- und Marktstudie des westeuropäischen Fahrradmarktes, die wir im Kundenauftrag in diesem Frühjahr durchführten, wurde dieser Eindruck in vielerlei Hinsicht bestätigt. Auf nahezu allen Ebenen fehlt es an verlässlichen Marktdaten – eine einheitliche Definition von Fahrradtypen? Fehlanzeige! In vielen Ländern sind nicht einmal Absatzzahlen zu bekommen.
Da fragt man sich, auf welcher Grundlage Fahrradhersteller ihre Marke(n) positionieren, Produktinnovationen entwickeln, auf den Markt bringen und die passenden Kunden finden können. Der Kommentar aus der Fahrrad-Szene bringt es auf den Punkt: "Product and marketing planning is like putting a wet finger into the wind…"
Die Fahrradhändler sind da nur bedingt eine Unterstützung. Die Fahrradmarken werden von ihnen nur in den seltensten Fällen markengerecht inszeniert, Informationen über die Gewohnheiten oder Wünsche von Kunden werden nur unzureichend an die Hersteller weitergeleitet und den Herstellern fehlt oft der direkt Kontakt zu ihren Kunden.
Vor allem Nischenanbieter zeigen, wie man es besser macht. Ein Blick auf die Website des Cruiser-Bike Herstellers Johnny Loco zeigt ganz deutlich, welcher Nachholbedarf beim Gros der Fahrradmarken besteht.
Kurzum: Alle – insbesondere die Fahrradexperten – reden vom Wandel mobiler Gewohnheiten. Ja, nicht zuletzt haben das auch unsere Untersuchungen bestätigt. Das Fahrrad ist das Verkehrsmittel der Zukunft, es wird fester Bestandteil unserer Lifestyle- und Mobilitätsgewohnheiten. Eine Riesenchance für Fahrradhersteller – aber auch eine Riesenherausforderung für die Professionalisierung der Marktstrukturen und Markenführung innerhalb der Branche.
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Berlin bleibt nie Berlin und Radiospots sind nicht gleich Radiospots.
29.06.2009 16:47 - Anna Tenzler
Die degewo – für alle nicht Berliner: das ist eine der größten Wohnungsbaugesellschaften in Berlin – fährt seit mehr als einer Woche eine breit angelegte Image-Kampagne. Ziel: die Marke "degewo" noch stärker in den Köpfen der Berliner Mieter zu verankern. Das gelingt auch recht gut.
Das Corporate Design wurde erst im vergangenen Jahr überarbeitet und ist – das kann man sagen – gelungen. Frische Farben, eine lebendige Bildsprache (über die Verzerrungen kann man streiten) und ein prägnantes Wort-Bild-Logo sprechen für solides Handwerk. Kurzum, die degewo hebt sich optisch wohltuend vom fürchterlichen Potpourri der (Berliner) Wohnungsgesellschaften und -genossenschaften ab.
Leider beinhaltet die großflächig angelegte Marken-Kampagne auch Radio-Spots. Und hier gibt es richtig was auf die Ohren. Stupide Monologe, bei denen das Radio nach Stromausfall schreit: Hörprobe.
Dabei kann Radiowerbung richtig Spaß machen und ihren Beitrag zum Markenaufbau leisten. Bestes Beispiel: Die Auskunft 11833 von der Deutschen Telekom. Klare, kurze Botschaft und eine Pointe, die sich gewaschen hat: "…Wie Sie sich die 11833 merken? Ganz einfach: Indem Sie sich die 11833 merken. Sie sind ja nicht bescheuert!"
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Der Mövenpick-Mitarbeiter: Vernichter der Markenbotschaft
12.05.2009 18:21 - Sandra Wolf
Gestern am Frankfurter Flughafen: Kurz vor dem Flug versuche ich noch schnell ein Mittagessen zu organisieren und verlasse mich auf die suggerierten Markenwerte von Mövenpick Marché: Frische, Schweizer Gastfreundschaft und besondere Auswahl. In der Auslage liegen zwei Sorten Sandwiches, die Käseränder biegen sich schon leicht nach oben. Mangels Zeit für das Suchen von Alternativen entscheide ich mich, das Sandwich trotzdem zu kaufen. Gerade will ich bezahlen, drängelt sich ein adretter Herr mittleren Jahrgangs zwischen mich und will sein Lachs-Sandwich zurückgeben, da der Fisch wohl nicht mehr frisch ist. Er fordert freundlich ein neues Käse-Sandwich ein. Die Verkäuferin wird sofort sehr ungehalten, darf angeblich laut Anweisung nichts umtauschen und teilt dem empörten Kunden lautstark mit, dass er das „Ding doch dort drüben in den Mülleimer werfen soll“, denn sie dürfe es nicht mal zurück nehmen. Bei dieser absurden Anweisung und der Schulung der Mitarbeiter (falls überhaupt vorhanden) hat bei den Herren Vorgesetzten wohl niemand an die Marke gedacht: Das mühsam aufgebaute Image wurde in wenigen Sekunden bei 10 Kunden (er, ich und acht weiteren in der Schlange) vernichtet. Mir hat’s jedenfalls nicht mehr geschmeckt.
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Resultate eines Brainstormings
13.03.2009 11:06 - Christopher Opitz
Die Deutsche Post verbreitet wieder gute Nachrichten: Der Konzern soll nach Jahren weltweiter Expansion – die nicht immer erfolgreich war – neu strukturiert und auf die beiden Kerngeschäfte „Internationale Logistik“ und „Brief“ konzentriert werden. Darüber hinaus kündigte der Vorstandschef Frank Appel eine inhaltliche Neuausrichtung des Konzerns an, um die Mitarbeiter zu motivieren und Kunden zu binden. Die neuen Leitbilder „Respekt“ und „Resultate“ sollen hier Orientierung geben und sind offensichtlich wesentliche Bestandteile der selbst auferlegten „Strategie 2015“.
Das „Respekt“ ein Wert bzw. ein Leitbild ist, darin besteht kein Zweifel (Wer könnte das besser wissen als wir, ist „Respekt“ doch ein fundamentaler Wert der Agentur WOLF). Aber „Resultate“?! Da hat sich im internen Strategie-Brainstorming offensichtlich der Finanzvorstand durchgesetzt. „Resultate“ sind kein Wert an sich – auch kein Leitbild für eine Marke. Nur mal so als Beispiel: Dass ein gewisser Klaus Z. sein Vermögen nach Liechtenstein „outgesourct“ hat, und er persönlich und die Deutsche Post mit einem veritablen Imageschaden dafür gerade stehen musste, ist auch ein Resultat. Nur halt keines, mit dem sich der Briefträger auf seinem Fahrrad identifiziert.
Also hier ist noch einmal eine Runde Brainstorming angesagt: Und wenn man schon mal dabei ist, sollte die Post das Streichen des Posthorns aus dem Konzernlogo überdenken. So sinnvoll die Umbenennung von „Deutsche Post World Net“ in „Deutsche Post DHL“ ist; fehlt dem Markenlogo ohne das Posthorn ein wesentliches Identifikationsmerkmal. Das steht für Tradition. Und das ist wirklich ein sinnstiftendes Leitbild für eine Institution, die wie keine andere für die Übertragung von Botschaften und Gütern steht.
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Neue CI-Studie bringt Licht ins Dunkel
24.02.2009 10:13 - Christopher Opitz
Laut der aktuellen Studie des CI-Institut an der Fachhochschule Mainz sind Werbeagenturen bei der CI/CD-Entwicklung weiter auf dem Vormarsch und stehen im Ranking mittlerweile mit Designagenturen auf einer Stufe. 28 Prozent der Verantwortlichen auf Unternehmensseite gaben an, Werbeagenturen mit CI-Projekten zu betrauen. Damit liegt der Anteil nur noch sechs Prozentpunkte hinter dem der klassischen CI-Agenturen. Handelt es sich hierbei um einen Trend, der langfristig das Geschäftsmodell der Branding-Agenturen gefährdet und ist „alles aus einer Hand“ das Konzept der Zukunft? Einen ersten Hinweis darauf gibt vielleicht eine weitere Erkenntnis aus der Studie: In 33 Prozent der befragten Unternehmen ist das Marketing für die Corporate Identity verantwortlich, lediglich bei 17 Prozent liegt die Verantwortung direkt bei der Geschäftsführung.
Bedenkt man, dass die Corporate Identity – zum besseren Verständnis – die Identität, der Kern, die Persönlichkeit eines Unternehmens ist, stimmt diese Verteilung doch nachdenklich. Aus der Perspektive einer Branding-Agentur ist die CI ein unternehmensstrategisches STEUERUNGS-Tool. Dieses Steuerrad sollte die Geschäftsführung nicht allzu leichtfertig aus der Hand geben. Eine enge Abstimmung zwischen Unternehmensführung und den tatsächlich Ausführenden (Marketing-, PR- oder Corporate Communication-Abteilung) muss dann sehr eng sein. Professor Robert Paulmann, Leiter des CI-Instituts in Mainz, bringt es auf den Punkt: "CI ist ein strategisches Führungsinstrument, das im besten Fall Auswirkungen auf das gesamte Unternehmen hat." Dem ist nichts hinzuzufügen.
Vor diesem Hintergrund muss die Entwicklung bei CI-Projekten auch zunehmend auf Werber zu setzen, hinterfragt werden. Ohne Zweifel leistet die (werbliche) Kommunikation einen wichtigen Beitrag zum öffentlich wahrnehmbaren Bild eines Unternehmens/einer Marke. Fraglich hingegen ist, ob beim Blick durch des Werber´s Brille die langfristige, strategische Perspektive eines CI-Projektes immer und stets gegeben ist. Vermeintliche Missgriffe können sich nur die wenigsten Unternehmen leisten – siehe AirBerlin oder RWE
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Comeback der Konservativen?
23.02.2009 10:01 - Christopher Opitz
Glaubt man einem aktuellen Image-Ranking deutscher Marken, stehen derzeit Sparkassen und Genossenschaftsbanken mit dem besten Markenimage innerhalb der Finanzbranche da.
Verkehrte Welt? Oder eine Rückbesinnung auf konservative Werte? Sparbuch und Bausparvertrag galten bislang nicht gerade als sexy. Auch fallen die Markenauftritte besagter Finanzinstitute vergleichsweise dröge aus. Und dennoch gewinnen sie gerade jetzt an neuer Markenstärke, strahlen die Solidität und Vertrauenswürdigkeit aus, die der verunsicherte Bankkunde gerade in diesen Zeiten sucht. Im krassen Kontrast dazu stehen derzeit die Institute mit geschliffenem Markenauftritt. Nehmen wir zum Beispiel die Dresdner Bank. Eine pointierte Positionierung („Die Beraterbank“) und die emotionale Markenkommunikation können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es mächtig im Gebälk des Traditionshauses ächzt. Scheinbar eine Frage der Zeit, wann das „grüne Band der Sympathie“ zwischen Bank und Kunde reißt.
Fazit: Eine Marke ist nur so stark wie ihre Inhalte und deren Produkte und Leistungen, die hinter der Marke stehen. Der gelungene Markenauftritt – visuell wie kommunikativ – ist die Kür, die auf die Pflicht aufbaut.
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Willkommen!
20.02.2009 10:05 - Christopher Opitz
WOLF bloggt und startet direkt mit einem handfesten Thema: Wirtschaft, Politik und Bürger liegen in tiefer Depression – die 'Krise' macht die Runde. Doch Halt: Hatten wir uns nicht erst aus der 'post-dot-com-Krise', der gefühlt längsten Talfahrt der Nachwendezeit, 'heraus gewurschtelt'? Verdirbt uns jetzt die weltweite Finanzkrise die wieder entdeckte Lebenslust? Sieht ganz danach aus. Aber was hat das alles mit Branding, Markenstrategie oder Design zu tun?
Nun, in Krisenzeiten trennt sich die 'Marken-Spreu' vom Weizen. Allgemein gilt: Gut geführte Marken überstehen Krisenzeiten besser als schwache, leicht Austauschbare. Wie sich Marken in schwierigen Zeiten behaupten können, zeigt der kometenhafte Aufstieg der einstigen 'Looser-Marke' Puma – trotz New Economy Flopp und anschließender Rezession – zur angesagten Sport- und Lifestyle-Brand. Gut gekleidet, erträgt man die Krise gleich viel besser? Nein, im Ernst: Mit der richtigen Strategie gewinnen Marken an Stärke und strahlen damit ein hohes Maß an Attraktivität aus. Das wiederum zahlt sich gerade in schwierigen Zeiten in Form von Vertrauen und Loyalität gegenüber der Marke aus. Marken und die damit verbundenen Werte geben Orientierung und Sicherheit. Das zeigt sich auch in der jetzigen Finanzkrise, die ja in erster Linie (auch) eine Vertrauenskrise ist.
Also, was soll man in diesen Zeiten tun? Eindeutige Antwort: In die Marke investieren und damit Vertrauen aufbauen und auf Dauer von der entgegengebrachten Kundenloyalität profitieren. Wie? Mit einer langfristig angelegten und auf fest definierten Werten basierenden Markenstrategie.
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