Der Branding Blog von WOLF
Branding, Corporate Identity, Corporate Design, Markenstrategie oder Interactive Branding: Alles schöne Worte, die wir hier zum Leben erwecken und zur Diskussion stellen wollen. Kommentare erwünscht!
Mützen aus dem Kühlregal
05.12.2011 14:07 - Julia Regenhardt

Spiel, Spaß und Schokolade? Nein, Genuß, Inspiration und Gute Tat! Das Konzept der Smoothies von innocent gibt es schon eine Weile, wir sind diesen Winter darauf gestoßen. Es ist kalt und grau, man geht ans Kühlregal auf der Suche nach einer Portion Vitamine und muss unwillkürlich schmunzeln, dass die leckeren Smoothies mit Mütze daherkommen. Handmade! Nach einem Aufruf von innocent wurden allein in Deutschland stolze 191.222 handgestrickte Mützen für den guten Zweck eingesendet. Die Smoothies mit Mütze werden verkauft, 30 Cent gehen an das Rote Kreuz. Die Strickmützen sind individuell und lassen sich kreativ umnutzen – beispielsweise als Eierwärmer. Wir finden diese Idee toll – weil es Spaß macht und dabei die Marke innocent gekonnt inszeniert wird. Die Schlacht um das coolste Mützchen im Kühlregal ist hiermit eröffnet ...
Bildquelle: www.innocentdrinks.de/stricken
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Nokia: Kein Anschluss unter diesen Umständen
17.11.2011 17:22 - Christopher Opitz
Fast ein Jahr ist es her, dass der finnische Handy-Hersteller
Nokia seine Seele an Microsoft und dessen bislang wenig erfolgreiches Betriebssystem für Smartphones verkauft hat. Der einstige Star der Mobil-Branche ist träge geworden und hat seine Produkte – wenn nicht gar sich selbst - überflüssig werden lassen. Im Überlebenskampf scheint dem Management dann auch kein Mittel zu blöd, um die eigene Haut zu retten. Kurze Rückblende: Im Jahr 2008 wurde das mit Fördergeldern errichtete Bochumer Nokia-Werk unter großem Getöse geschlossen und nach Rumänien verlagert. Hauptargument damals, niedrige Löhne und neue Fördergelder am neuen Standort. Die jetzt angekündigte Schließung des rumänischen Werkes und die hinterlassenen Steuerschulden greifen aber tiefer. Als Wiederholungstäter bricht Nokia damit endgültig mit seinen Werten und dem im Claim „Connecting People“ formulierten Anspruch, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Übrig bleibt eine im Herzen orientierungslose und am Abgrund taumelnde Marke, die in jeder Hinsicht den Anschluss dauerhaft zu verlieren droht. Da hilft dann auch kein nett gemachtes Image-Filmchen, wenn es vom eigenen Handeln konterkariert wird.
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BeckerLacour @ WOLF
04.08.2011 16:27 - Christopher Opitz

Was passiert, wenn BeckerLacour und WOLF aufeinander treffen? Ganz klar: Markenstrategie par excellence, aus der ein beispielhaftes Agentur-Shooting hervorgeht. Was wir hinter den Kulissen erlebt haben, gibt es auf unserer Facebook-Page zu sehen.
Weitere Bilder gibt es auf facebook.
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Ausgezeichnet – mein Favorit der Cannes-Löwen: Wall of Fame von edding
23.06.2011 16:40 - Christopher Opitz

edding ist wie Tempo. Ein Markenname steht für eine ganze Gattung und jeder weiß sofort, was gemeint ist.
Eben dieser edding - der griffige Marker, der bleibenden Eindruck hinterlässt, eigenartig riecht und einem eine anständige Gänsehaut verpasst, wenn er über Oberflächen quietscht – feiert sich selbst zum 50. Geburtstag mit einer Wall of Fame im Internet. Auf einfache wie geniale Weise wird da die Marke erlebbar. Jeder kann sich mit einem edding seiner Wahl auf einer gemeinsamen virtuellen Wand verewigen. Einfach nur zusehen ist auch möglich. Dazu einen edding auswählen und dem Künstler live bei der Arbeit zusehen…
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Ergo haben wir eine neue Marke.
05.11.2010 11:30 - Anna Tenzler
Geht das wirklich so einfach? Was angeblich im Vorstandsgespräch – quasi als Nebenprodukt – entstanden ist, führt in der Öffentlichkeit zu kontroversen Diskussionen, bei Mitarbeitern zu Protesten und bei Kunden zu Stirnrunzeln. Einige von Deutschlands größten Versicherungen heißen nun ERGO. Ist der Schritt der Marken-Umbenennung im Fall der zur ERGO-Gruppe gehörenden KarstadtQuelle Versicherungen noch nachvollziehbar (schließlich schwang hier der Pleitegeier als Assoziation mit), führt die Umbenennung in den beiden anderen Fällen zu Unverständnis. Denn auch Hamburg Mannheimer und die Victoria-Versicherung heißen jetzt ERGO. Zwei Marken, die durchaus bekannt waren und das Vertrauen ihrer Kunden genossen, sind damit verschwunden und gehen in einer neuen Marke auf. Es werden Vorwürfe laut – von Wankelmütigkeit ist die Rede (eine Mehrmarkenstrategie wurde schließlich früher von der Konzernleitung als Maß aller Dinge gepriesen) und von einem maßlosen Verschleudern von Marketingbudgets (die Kampagne läuft auf allen Kanälen und tausende Filialen müssen umgebrandet werden, während auf der anderen Seite Stellen abgebaut werden). Da scheint in der Kommunikation einiges schief gegangen zu sein. Den Wandel mit der Holzhammermethode durchzuführen, hilft jedenfalls nicht, der neuen Marke ERGO den Weg zum Erfolg zu ebnen. „Versichern heißt verstehen“ lautet der neue ERGO-Claim. Sicher wäre es von Vorteil gewesen, im Umstrukturierungsprozess besser auf die Stake- und Shareholder einzugehen, denn auch Vertrauen heißt verstehen.
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Comeback der Konservativen?
23.02.2009 10:01 - Christopher Opitz
Glaubt man einem aktuellen Image-Ranking deutscher Marken, stehen derzeit Sparkassen und Genossenschaftsbanken mit dem besten Markenimage innerhalb der Finanzbranche da.
Verkehrte Welt? Oder eine Rückbesinnung auf konservative Werte? Sparbuch und Bausparvertrag galten bislang nicht gerade als sexy. Auch fallen die Markenauftritte besagter Finanzinstitute vergleichsweise dröge aus. Und dennoch gewinnen sie gerade jetzt an neuer Markenstärke, strahlen die Solidität und Vertrauenswürdigkeit aus, die der verunsicherte Bankkunde gerade in diesen Zeiten sucht. Im krassen Kontrast dazu stehen derzeit die Institute mit geschliffenem Markenauftritt. Nehmen wir zum Beispiel die Dresdner Bank. Eine pointierte Positionierung („Die Beraterbank“) und die emotionale Markenkommunikation können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es mächtig im Gebälk des Traditionshauses ächzt. Scheinbar eine Frage der Zeit, wann das „grüne Band der Sympathie“ zwischen Bank und Kunde reißt.
Fazit: Eine Marke ist nur so stark wie ihre Inhalte und deren Produkte und Leistungen, die hinter der Marke stehen. Der gelungene Markenauftritt – visuell wie kommunikativ – ist die Kür, die auf die Pflicht aufbaut.
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